Cueva Pintada im Gran Canaria-Lexikon

Das Museum Antonio Padrón und der Archäologiepark Cueva Pintada liegen beide in Gáldar, einem kleinen Ort im Nordwesten von Gran Canaria. Die GC 2 führt direkt nach Gáldar. Dort angekommen weisen schon braune Hinweisschilder auf die Cueva Pintada, die bemahlte Höhle hin. Man kann das Museum so also gar nicht verfehlen.

Das Museum Antonio Padrón ist im Jahr 1971 erbaut worden und unterliegt als Institution dem Gemeinderat von Gran Canaria. Der Pavillon im regionalistischem Stil bildet zusammen mit einem Nebengebäude im funktionalistischem Stil das Museumsgebäude, zu dem auch ein Außenbereich gehört, in dem sich die Ausgrabungen befinden.

Im Inneren des Museums befinden sich mehrere Gemälde von Antonio Padrón, der 1920 in Gáldar geboren wurde. Nach seinem Kunststudium in Madrid kam er nach Gran Canaria zurück und wurde hier zu einem angesehenen Künstler. Er steht vor allem für den Expressionismus und seine Vorliebe für das Volkstümliche. Er verband die Elemente der einheimischen Kunst vor allem in den Farben Rot und Ocker, eben den warmen Farben, die man mit einem Vulkan verbindet.

Das Museum befindet sich direkt am alten Stadtkern von Gáldar. In direkter Nachbarschaft befindet sich ein kleiner Stadtpark, der vor der Iglesia de Santiago de los Caballeros liegt. Weitere Statuen und Parks sind um das Museum verteilt. Der Archäologiepark beginnt schon direkt im Museumsgebäude und hat einen großen Rundgang. Es gibt viele verschiedene Lernareale mit Videos, ein archäologisches Labor, die bemalte Höhle und deren Nebenräume sowie die Nachbauten von altertümlichen Häusern der Guanchen, den Ureinwohnern der Kanaren.

Der Archäologiepark und das Museum haben sich zum Ziel gesetzt, diese einzigartige Fundstelle auf Gran Canaria zu erhalten, hier weiterzuforschen und die Erkenntnisse daraus zu verbreiten. Die vorbereitete Präsentation dient dem Publikum zum Verständnis der Geschichte der Insel, die spannend und aufregend erzählt wird, sodass diese Erfahrung eine Bereicherung für die Menschen darstellen soll.

Die Cueva Pintada gab dieser Fundstelle ihren Namen und wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckt. Sie ist eine von einer ganzen Reihe von Höhlen, die von den Ureinwohnern in den Tuffstein gehauen bzw. gegraben wurden. Hervorzuheben ist ihre Dekoration mit geometrischen Motiven und weiterer prähispanischer Wandmalerei. Die alten Kanarier haben damit ein außergewöhnliches Zeugnis hinterlassen, dass ihre Vorstellung von Kunst und Symbolik darstellt.

Zum Höhlenkomplex der Cueva Pintada gehören noch weitere Nebenhöhlen und mehr als 50 Häuser, die zum Teil seit 1987 an diesem Ort ausgegraben wurden. Sie werden auf das 6.-16. Jahrhundert datiert. Die ständige Ausstellung der Ausgrabungen beherbergt eine Auswahl der archäologischen Fundstücke aus prähispanischer Zeit sowie auch Einzelteile aus dem späten Mittelalter, die vom Festland aus auf die Insel gelangt sind.

Der Rundgang durch die Ausgrabungsstätte ermöglicht es den Besucheren, sich den Weiler der Eingeborenen, die Höhlen und Häuser detailliert zu betrachten. In den nachgebauten Häusern kann man einen Eindruck davon gewinnen, wie die Ureinwohner damals gelebt haben.

Die Ausstellung wird ständig erweitert und bietet nicht nur Schulkindern einen tiefen Einblick in die Geschichte von Gran Canaria. Es werden Führungen in verschiedenen Sprachen angeboten.

Anschrift
Museo Y Parque Arqueologico Cueva Pintada
C/ Audiencia 2
35460 Gáldar, Gran Canaria
Tel. 928 895 489
Fax: 928 552 402
www.cuevapintada.com

Öffnungszeiten
Di-Sa: 9.30-20.00 Uhr (letzter Besuch um 18.30 Uhr)
So und Feiertag: 11.00-20.00 Uhr (letzter Besuch um 18.30 Uhr)
Mo: geschlossen (außerdem am 01., 05., 06.01., 01.05., 24., 25., 31.12.)

Reservierung des Besuchs
Führungen nach Terminabsprache oder Tel. 928 895 489


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Land: Spanien
Provinz: Las Palmas
Fläche: 1.560,1 km²
Einwohner: ~815.000
Dichte: 522,65 Einwohner/km²
Hauptstadt: Las Palmas
Küstenlänge: ~236km
Wahrzeichen: Roque Nublo